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Mit einer Reise Leistungen belohnen

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Wohl jeder hat sich schon einmal vor wichtigen Aufgaben gedrückt. Inzwischen gibt es dafür bereits ein Fachwort: Die Rede ist von Prokrastination. Daher müssen Methoden her, um die Motivation wiederherzustellen. Inwieweit Reisen dabei helfen, zeigt dieser Artikel.

Was ist Prokrastination?

Prokrastination wird umgangssprachlich auch als Aufschieberitis bezeichnet. Es handelt sich um ein pathologisches Aufschiebeverhalten. Betroffene lenken sich durch verschiedene Tätigkeiten von den wirklich wichtigen Aufgaben ab.

In manchen Fällen ist Prokrastination krankhaft. Dann handelt es sich um eine ernst zu nehmende Arbeitsstörung, welche von Fachleuten behandelt werden sollte. In anderen Fällen ist sie lediglich mangelnder Disziplin oder Motivation gleichzusetzen.

Zwar besteht bei Prokrastination in den meisten Fällen kein Grund zur Sorge. Dennoch ist es für Betroffene sehr ärgerlich, wenn sie sich ständig ablenken lassen und ihre Aufgaben für die Arbeit, Uni oder Schule einfach nicht fertig bekommen. Daher braucht es praktische Strategien, die wieder zu neuem Schwung verhelfen.

Warum wirken Belohnungen so effektiv?

Eine effektive Methode, Prokrastination systematisch entgegenzuwirken, ist ein Belohnungssystem. Damit dies auch wirklich funktioniert, sollten Sie sich im Vorfeld ein klares Ziel setzen. Das kann eine Deadline für eine wissenschaftliche Arbeit sein, aber auch einfach die Bearbeitung eines sehr schwierigen Kundenanliegens.

Nachdem Sie sich das Ziel und einen Zeitraum gesetzt haben, indem Sie es erreichen möchten, geht es an die Wahl der Belohnung. Was bereitet Ihnen Freude? Womit können Sie sich selbst motivieren?

Die Belohnung, die Sie hier festlegen, bekommen Sie natürlich erst dann, wenn das Ziel gemäß Ihrer vorherigen Definition erreicht wurde. Daher hilft es, dass Sie sich das Ziel schriftlich notieren – so haben Sie es immer vor Augen und es ist kein Herausreden mehr möglich.

Bei der Wahl der Belohnung sollten Sie nach etwas gehen, was Ihnen große Freude bereitet. Viele Menschen reisen gern, weshalb eine Reise die Belohnung schlechthin ist, welche zu neuer Motivation führt. Wie groß die Reise ausfällt und welches Ziel Sie wählen, hängt ganz davon ab, welche Möglichkeiten Ihnen zur Verfügung stehen und wie umfassend das zu erreichende Ziel ist.

Immerhin wäre es unverhältnismäßig, eine lange Reise auf einen anderen Kontinent zu planen, wenn Sie nur kleine Aufgaben zu bewältigen haben. Hier eignet sich besser ein Städtetrip oder ein Wellness-Wochenende.

Das Belohnungssystem ist deshalb so effektiv, da es Ihnen während der gesamten Phase, in der Sie Ihre Aufgabe erledigen, Motivation gibt. Sollte Sie dann immer noch ein Anflug von Prokrastination überkommen, können Sie sich Ihr Reiseziel klar vor Augen halten. Das hilft Ihnen, neuen Schwung zu bekommen und Ihrer Aufgabe gewissenhaft nachzugehen.

Darüber hinaus wirkt sich das Belohnungssystem auch noch in anderer Hinsicht positiv aus. Denn dadurch verknüpft Ihr Gehirn langfristig Arbeiten bzw. Lernen mit etwas Positiven. So wird Ihr Verhältnis zum Erledigen Ihrer Aufgaben nachhaltig gestärkt, was Ihnen definitiv auch in späteren Situationen helfen kann.

Motivation durch Reisen – welche Möglichkeiten gibt es?

Reisen als Motivation zu verwenden, hat nicht nur den Vorteil, dass Sie ein schönes Ziel vor Augen haben, welches Sie gern erreichen möchten. Denn während der Reise können Sie es sich richtig gut gehen lassen und Sie haben die Möglichkeit, zu entspannen und den Stress der vergangenen Wochen oder Monate hinter sich zu lassen.

Doch was ist, wenn die Reise vorbei ist? Kehrt dann der Alltag zurück, in dem Sie prokrastinieren und sich vor jeder Aufgabe drücken? Tatsächlich können Sie einiges dafür tun, damit dieser Fall nicht eintritt.

Hilfreich sind hier Erinnerungsstücke an Ihren Urlaub. Verbringen Sie einen Urlaub am Meer, können das Muscheln oder schöne Steine vom Strand sein. Bei einem Städtetrip gibt es jede Menge Souvenirs, die Sie die tolle Zeit nicht vergessen lassen.

Sie können auch mit einem Fotobuch Reisen in Erinnerung behalten. Schießen Sie auf Ihrer Reise schöne Fotos und kleben diese in ein physisches Fotobuch ein, haben Sie immer etwas an Ihrem Schreibtisch, was Sie zur Hand nehmen können, wenn die Prokrastination wieder zuzuschlagen droht.

Weitere Tipps für mehr Motivation

Fehlende Motivation betrifft schon lange keine Einzelfälle mehr. Es ist ein gesellschaftliches Phänomen, das sich vor allem aus dem steigenden Leistungsdruck und der schnelllebigen Zeit der Digitalisierung heraus begründen lässt. Daher gibt es auch zahlreiche Tipps für all diejenigen, die mit Prokrastination zu kämpfen haben – und das vielleicht sogar täglich.

Setzen Sie sich realistische Ziele. Prokrastination entsteht meist dann, wenn man sich überfordert fühlt. Vielleicht prasseln mehrere Aufgaben auf einmal auf Sie herein und es ist gar kein Land mehr in Sicht.

In einem solchen Fall drohen Sie den Überblick zu verlieren und schließlich teilweise aufzugeben. Die Aufgaben, die als unüberwindbar gelten, werden immer weiter nach hinten geschoben und Sie lenken sich womöglich mit unnötigen Aufgaben oder mit dem Smartphone ab.

Damit Ihnen das nicht passiert, sollten Sie sich in arbeitsreichen Zeiten stets kleine Zwischenziele stecken. Legen Sie sich einen Planer zu und strukturieren Sie Ihren Arbeitsalltag. Sie werden sehen, dass alles zu schaffen ist – wenn man nur systematisch an die Sache herangeht und sich kleine Etappen setzt, in denen man sich Schritt für Schritt vorkämpft.

Hilfreich ist in dem Zuge auch, dass Sie sich selbst für Etappen belohnen. Hier mag eine Reise nicht die richtige Wahl sein, da Sie noch viel zu stemmen haben. Aber der Kauf eines Reiseführers, in dem Sie blättern und sich auf die kommende Belohnung freuen können, ist eine gute Idee.

Zudem gibt es die 72-Stunden-Regel, welche auch Ihnen in Ihrem Alltag guttut, wenn Sie mit mangelnder Motivation zu kämpfen haben. Studien haben gezeigt, dass die Wahrscheinlichkeit, etwas zu tun sinkt, wenn man den ersten Schritt nicht innerhalb von 72 Stunden gemacht hat. Das bedeutet, dass Sie bei einer neuen Aufgabe innerhalb von 72 Stunden damit anfangen sollten, sie zu bearbeiten.

Damit ist nicht gemeint, dass Sie die komplette Aufgabe erledigen. Es geht lediglich darum, einen Anfang zu machen. So wird es Ihnen leichter fallen, nicht in ein Motivationsloch zu fallen, was diese Aufgabe betrifft.

Fazit

Es gibt viele Tipps gegen Prokrastination. Als besonders effektiv hat sich das Belohnungssystem mit Reisen herausgestellt. Hiervon haben Sie nicht nur einmalig etwas, sondern auch später noch, beispielsweise durch Erinnerungsstücke.