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Aufschieberitis erfolgreich bekämpfen

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„Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“ So leicht getan, wie es gesagt wird, ist es oft nicht. Hast du auch große Pläne oder möchtest endlich Veränderungen in deinem Leben herbeiführen? Doch irgendwie kommt immer etwas dazwischen?

Mit diesem Phänomen der Aufschieberitis bist du nicht allein! Viele Menschen kennen ähnliche Probleme. Das ist auch der Grund, warum viele Menschen große Veränderungen in ihrem Leben nicht schaffen – sie fangen erst gar nicht an. Damit du nicht weiterhin zu diesen Menschen gehörst, zeigen wir dir, wie du dich von deiner Aufschieberitis dauerhaft kurieren kannst.

 

Die häufigsten Aufschieberitis-Ursachen

Um erfolgreich deine Aufschieberitis bekämpfen zu können, solltest du dir zuerst darüber Gedanken machen, warum du ungeliebte Aufgaben oder Vorhaben nicht sofort anpackst. Zu den meist genannten Gründen der Aufschieberitis gehören:

  • Das Vorhaben hat keine Frist.
  • Das Vorhaben wird als zu schwer angesehen.
  • Das Vorhaben wird als langweilig angesehen.
  • Für die Erledigung gibt es keinen Druck von außen.
  • Die Angst zu versagen ist sehr groß.
  • Für das Vorhaben fehlt die nötige Zeit.
  • Das Vorhaben wird aus Bequemlichkeit nicht angegangen.

All diese Gründe können dazu führen, dass du Dinge, die du dir vorgenommen hast, nicht sofort erledigst, sondern lieber auf die lange Bank schiebst. Gerade wenn du dir Veränderungen für dein Leben vorgenommen hast, ist dies töricht.

Der beste Moment mit Veränderungen zu beginnen ist: JETZT!

Dabei kann es sich um verschiedene Dinge handeln, beispielsweise:

Wissenschaftlich gesehen nennt man übrigens das Phänomen der Aufschieberitis Prokrastination.

 

So kannst du deine Aufschieberitis bekämpfen

Um deiner Aufschieberitis erfolgreich entgegenzutreten, bedarf eines effektiven Selbstmanagements. Dazu gehst du folgendermaßen vor:

  • Ordne deine zu erledigenden Aufgaben nach den Kategorien Dringlichkeit und Wichtigkeit. Nach Abschluss dieser Einordnung erledigst du die Aufgaben wie folgt:
  • Aufgaben, die dringlich und wichtig sind, sollten sofort und selbst erledigt werden.
  • Wichtige Aufgaben, die nicht dringlich sind, müssen nicht sofort erledigt werden. Damit sie aber nicht irgendwann in Vergessenheit geraten, solltest du dir einen bestimmten Tag und Uhrzeit festschreiben, an dem du diese Aufgaben erledigst.
  • Dringende Aufgaben, die nicht wichtig sind, sollten möglichst zeitnah erledigt werden. Wenn es dir möglich ist, kannst du diese Aufgaben aber auch delegieren.
  • Unwichtige Aufgaben, die keine Dringlichkeit haben, können getrost vergessen werden. Es ist die Mühe nicht wert, sich die Zeit für sie zu nehmen. Sie blockieren nur deine Gedanken, die du zur Erledigung der Aufgaben aus der ersten und zweiten Kategorie benötigst. Wenn du deine To-Do-Liste einmal nach diesen Kriterien sortiert hast, wirst du merken, wie viele Aufgaben eigentlich in diese Kategorie fallen.

Zu besseren Übersicht kannst du dir eine Matrix-Tabelle anlegen, in der du die Aufgaben deiner To-Do-Liste entsprechend einordnest:

 Dringend  Nicht dringend 
   
 Wichtig  Sofort selbst erledigen  Festen Termin zur Erledigung festlegen. 
   
 Unwichtig  Nach den wichtigen Aufgaben erledigen oder delegieren  Können vernachlässigt werden.

 

Die besten Tipps gegen Aufschieberitis für die Praxis

Um deine Aufgaben und Vorhaben endlich anzugehen und dir damit eine eigene Aufschieberitis-Therapie aufzuerlegen, empfiehlt sich neben einem effektiven Selbstmanagement, die Aufstellung eines Wochen- und Tagesplans.

Hier trägst du alle Aufgaben ein und wann du diese erledigen willst. Dadurch verschaffst du dir folgende Vorteile:

  • Dein Kopf ist frei, wenn die Aufgaben erst einmal aufgeschrieben sind.
  • Mit einem Plan und einer To-Do-Liste hast du einen besseren Überblick der zu erledigenden Aufgaben.
  • Du kannst keine Termine mehr vergessen, da du sie dir im Kalender verzeichnest, bzw. abspeicherst.
  • Durch das Abarbeiten deiner To-Do-Liste bekommst du das gute Gefühl etwas geschafft zu haben und entwickelst nach und nach eine ganz natürliche Routine dafür.
  • Der gesamte Berg an Aufgaben wird kleiner, wenn man eine Aufgabe kontrolliert nach der anderen angeht.
  • Am Ende des Tages, wenn du alles geschafft hast, was du dir vorgenommen hast, kannst du dich selbst dafür belohnen.

Um deine Aufschieberitis noch besser in den Griff zu bekommen, hier noch ein paar wichtige Tipps:

 

Dein Kopf entscheidet!

Mache dir klar, dass nicht andere Schuld haben an deiner Aufschieberitis. Du selbst bist verantwortlich dafür! Daraus schließt sich, dass auch du allein dieses Verhalten ändern kannst!

 

Nutze jeden Tag!

Besonders vor größeren Aufgaben und Vorhaben haben wir Angst und schieben sie deshalb gerne auf. Hilfreich ist es da, dass du größere Aufgaben in mehrere kleine Teilaufgaben unterteilst, die an einem Tag zu schaffen sind.

So kommst du der Erledigung Stück für Stück näher und hast jeden Tag ein Erfolgserlebnis.

 

Messen statt schätzen!

Auch bei Routineaufgaben, die immer wieder getan werden müssen, verzetteln wir uns oft, sodass nicht genügend Zeit für andere Aufgaben bleibt. Ein häufiger Grund dafür ist, dass wir uns bei der Dauer solcher Aufgaben verschätzen.

Hier ist es sinnvoll, dass du die tatsächlich benötigte Zeit einmal misst, um herauszufinden, wie lange du tatsächlich brauchst. So kannst du in Zukunft deinen Wochen- und Tagesplan genauer gestalten.

 

Halte die Reihenfolge ein!

Die nach Dringlichkeit und Wichtigkeit geordneten Aufgaben sollten auch in der gebotenen Reihenfolge abgearbeitet werden. Oft neigen wir dazu, die vermeintlich einfachen Aufgaben zuerst erledigen zu wollen.

Dadurch bleibt aber oft keine Zeit mehr für die wirklich dringenden Aufgaben und wir geraten in Stress. Daher gilt: Zuerst die wirklich dringenden Aufgaben erledigen.

 

Das Unangenehme zuerst erledigen!

Suche dir jeden Tag von deiner To-Do-Liste die Aufgabe raus, auf die du am wenigsten Lust hast. Diese wird dann als Erstes erledigt. So hast du das Unangenehme hinter dir und kannst dich auf den Rest des Tages freuen.

 

Teste das Gegenteil!

Du schiebst deine Aufgaben gerne solange auf, bis es nicht mehr geht und gerätst dadurch in Stress? Dann probiere doch einmal, eine Aufgabe weit vor der Frist zu erledigen. Du wirst sehen, was für ein positives Gefühl das auslösen kann.

 

Suche dir Gleichgesinnte

Gerade bei großen Vorhaben, die eine große Veränderung herbeiführen sollen, tun wir uns oft schwer und brauchen Unterstützung von anderen. Mit Menschen mit dem gleichen Vorhaben können wir uns gegenseitig unterstützen und motivieren.

So kannst du dich beispielsweise mit anderen zu Gruppen zusammenschließen, wenn du gemeinsam abnehmenregelmäßig trainieren oder schnell rauchfrei werden willst.

 

Tue nichts!

Dieser Tipp mag sich vielleicht seltsam anhören, kann aber viel bewirken. Stellen wir uns vor, du musst ein Projekt für die Uni, Arbeit oder Schule fertigstellen…

Lege dir dazu alle Materialien, die du benötigst, auf einen Tisch und setze dich davor. Versuche einfach eine halbe Stunde davor zu sitzen und NICHTS für dieses Projekt zu tun.

Spätestens nach zehn Minuten wird wohl auch den geduldigsten Menschen der Reiz überkommen, endlich die vor liegende Arbeit anzupacken.

 

Fazit zur Aufschieberitis

Um deine Aufschieberitis in den Griff zu bekommen, ist es entscheidend, dass du vom Nachdenken ins Handeln kommst. Ewiges Grübeln hilft niemandem weiter und endet allzu oft in einem ewigen Kreislauf aus Selbstvorwürfen und Ausreden.

Hierzu brauchst du natürlich die richtige Motivation und einen wirksamen Ansporner. Denke immer daran, es ist nie zu spät anzufangen. Der beste Zeitpunkt für einen Anfang ist nicht irgendwann, sondern genau JETZT.

Wenn du dich immer noch mit der Aufschieberitis herumplagst, stell uns deine Fragen gerne in den Kommentaren dieses Beitrages. Wir sind natürlich auch gespannt auf die Erfolgsgeschichten von dir, wie du persönlich deine Aufschieberitis besiegt hast.

 

Jetzt seid ihr dran!

Nicht zögern, Vorhaben angelegt und dem überflüssigen Speck den Kampf ansagen!

Eure Ansporner-Team